Besuchsgruppe (in Gründung)

Seit einigen Monaten treffen sich Menschen aus Glückstadt und der Kampagne regelmäßig, um eine Besuchsgruppe in Glückstadt aufzubauen. Wir machen Infotische, online-Veranstaltungen und wollen eine Schulung organisieren, um uns auf die Inbetriebnahme des Gefängnisses vorzubereiten. Wenn du Interesse an der Mitarbeit in der Besuchsgruppe hast, melde dich gern bei uns! Mail: glueckstadt-ohne-abschiebehaft@riseup.net


Online-Veranstaltungen im Februar und März 2021:

25.02.21 (Donnerstag), 19-21 Uhr | „Haft ohne Verbrechen – eine kritische Analyse der Abschiebungshaft

Anmeldung per Mail: glueckstadt-ohne-abschiebehaft@riseup.net

Online-Veranstaltung mit dem Rechtsanwalt Peter Fahlbusch, der über 2000 Mandant*innen in Abschiebungshaft vertrat und mit dem PRO ASYL – Menschenrechtspreis ausgezeichnet wurde sowie der Besuchsgruppe im Abschiebegefängnis Glückstadt

Abschiebungshaft gibt es in Deutschland seit 1919. Mit dem Nationalsozialismus wurde die Abschiebungshaft 1938 deutschlandweit gesetzlich festgeschrieben – ein Gesetz, welches die Bundesrepublik nach dem Krieg unverändert übernommen hat. Seitdem wurden die „Ausländergesetze“ zwar mehrfach geändert – an der Abschiebungshaft jedoch wurde stets kompromisslos festgehalten.

Menschen in Abschiebungshaft sind weder verurteilte Straftäter*innen noch werden sie einer Straftat verdächtigt . Dennoch werden sie bis zu 18 Monate eingesperrt, obwohl Haft als die größte Einschränkung der individuellen Freiheit gilt.

Schaut man genauer hinter die Kulissen des Systems Abschiebungshaft, stellt man fest, dass hier vielfach das Recht verletzt wird. In knapp 50% der Fälle, die Rechtsanwalt Fahlbusch vertreten hat, waren die Gefangenen zu Unrecht inhaftiert. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Geschichte und dem System der Abschiebungshaft. Außerdem wird sich die Besuchsgruppe im Abschiebegefängnis Glückstadt vorstellen und über den aktuellen Stand zur Abschiebungshaft in Glückstadt informieren.

Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein.


17. 03.21 (Mittwoch), 18-20 Uhr |“Haft ohne Verbrechen – 100 Jahre Abschiebehaft“

Online-Veranstaltung der ZBBS e.V. mit Frank Gockelbundesweiter Experte für Abschiebehaft vom Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren“ & Vertreter*innen der Kampagne „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo!“

In der Abschiebehaft offenbart sich ungeschminkt die tödliche deutsche und europäische Abschottungspolitik. Diese rassistische Praxis stellt sicher, dass schutzsuchende Menschen, die aus Angst und Not nach Deutschland geflohen sind, gegen ihren Willen in Elend, Folter und Tod abgeschoben werden.

Vor 100 Jahren wurde die Abschiebehaft zum ersten Mal in einem Gesetzestext verankert. Frank Gockel von „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft“ aus Büren, dem Standort des größten Abschiebegefängnisses Deutschlands, wird über die Geschichte der Abschiebehaft sprechen.
Aktivist*innen der Kampagne „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo!“ werden über den aktuellen Stand der Abschiebehafteinrichtung in Schleswig-Holstein berichten.

Anmeldung bis zum 15.03. per E-Mail an Alena Wewer unter wewer@zbbs-sh.de