„Haft ohne Verbrechen“ – Veranstaltungen im Februar und März

Die Kampagne „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo!“ und die Besuchsgruppe im Abschiebegefängnis in Glückstadt laden herzlich zu folgenden Online-Veranstaltungen ein:

25.02.21 (Donnerstag), 19-21 Uhr |Haft ohne Verbrechen – eine kritische Analyse der Abschiebungshaft

Online-Veranstaltung mit dem Rechtsanwalt Peter Fahlbusch, der über 2000 Mandant*innen in Abschiebungshaft vertrat und mit dem PRO ASYL – Menschenrechtspreis ausgezeichnet wurde sowie der Besuchsgruppe im Abschiebegefängnis Glückstadt

Mehr Informationen hier!

Anmeldungen an: glueckstadt-ohne-abschiebehaft@riseup.net


17.03.21 (Mittwoch), 18-20 Uhr |“Haft ohne Verbrechen – 100 Jahre Abschiebehaft“

Online-Veranstaltung der ZBBS e.V. mit Frank Gockelbundesweiter Experte für Abschiebehaft vom Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren“ & Vertreter*innen der Kampagne „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo!“

Mehr Informationen hier!

Anmeldung bis zum 15.03. per E-Mail an Alena Wewer unter wewer@zbbs-sh.de

 

Radio Beitrag zu unserer Kampagne

Wir hatten die Möglichkeit im FSK Radio 93,0 (Freies Sender Kombinat Hamburg) einen Beitrag zu unserer Kampagne gegen die Abschiebehaft Glückstadt zu senden, hört hier: https://www.freie-radios.net/106296 Lasst diesen Knast nicht still und heimlich passieren!
Werdet aktiv, erzählt euren Freunden davon und macht durch kleine und größere Aktionen darauf aufmerksam! Gegen jede Abschiebung! Gegen jedes Abschiebegefängnis! Flucht ist kein Verbrechen! Bewegungsfreiheit für alle!

Erfolgreiche Veranstaltung „Glückstadt statt Knaststadt“

Am Dienstag gab es in Glückstadt eine Infoveranstaltung zur praktischen Kritik am Abschiebegefängnis und zur praktischen Solidarität mit denjenigen, die nach den Plänen der Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen ab kommendem Jahr bis zu 18 Monate inhaftiert und abgeschoben werden sollen.

Veranstaltung am 22.09. in Glückstadt

Zur Veranstaltung kamen etwa 20 Interessiere. Neben Infos zum aktuellen Stand des Abschiebegefängnis in Glückstadt gab es eine Einführung von Frank Gockel, von der Initiative „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V. „. Frank berichtete von der hundertjährigen Geschichte der Abschiebehaft, die auf Antisemitismus fusst und in den Deportationen von Juden und Jüd*innen im NS gipfelte. Nach Informationen zur sowie aktuellen Praxis in Abschiebegefängnissen und den Haftbedingungen der Gefangenen gab er Erfahrungsberichte und Einschätzungen aus der Unterstützung von Menschen in Abschiebehaft weiter.

Frank Gockel wies daraufhin, dass gerade der juristische Beistand, ob durch Laien als „Person des Vertrauens“ oder durch Rechtsanwält*innen, ein wichtiger Ansatz in der Unterstützung von Abschiebehäftlingen ist. Denn nach Zahlen von Rechtsanwalt Pfahlbusch ist mindestens die Hälfte der Inhaftierten zu Unrecht in Abschiebehaft. Solidarische Menschen können neben dem Kontakt mit den Gefangenen, durch Besuche oder Briefe, auch auf Missstände hinweisen, eine Öffentlichkeit ansprechen und politischen Druck erzeugen.

Infotisch in Glückstadt

Emza Jurtovic, Sprecherin der Kampagne „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo!“, resümiert: „Menschen vor Ort können die Isolation der Inhaftierten aufbrechen. Abschiebehaft ist per se Unrecht, schließlich haben die Menschen nichts verbrochen. Abschiebehaft ist ein tödliches Schwert der hiesigen Migrationspolitik, genauso wie das Sterbenlassen im Mittelmeer. Wir wollen keine Abschiebehaft. Nicht in Glückstadt und nicht anderswo!“

Spontan Besuch vor der Knastbaustelle

22.09.20 Infoveranstaltung in Glückstadt mit Frank Gockel (Neuer Ort!)

Infoveranstaltung in Glückstadt mit Frank Gockel | 22.09.20 | 19:30 Uhr | Molenkiekergang 2 | Glückstadt (ETSV Fortuna Glückstadt Vereinsheim) 

NEUER VERANSTALTUNGSORT: Admiralsweg 2, Glückstadt | VfB Glückstadt Vereinsheim

In dem Vortrag wird es darum gehen, gemeinsam Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen um Menschen in Abschiebehaft zu unterstützen und sich für die Rechte geflüchteter Menschen zu engagieren.
Frank Gockel vom Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren“ aus Büren, – dem Standort des größten Abschiebegefängnisses Deutschlands – berichtet aus seiner täglichen Praxis in der Unterstützung geflüchteter Menschen in Haft und der dazugehörigen Kampagne „100 Jahre Abschiebehaft“.
Wir wollen außerdem über den aktuellen Stand der geplanten Abschiebehafteinrichtung berichten.

Mehr Infos, siehe Flyer

** Wegen Corona können wir leider nur begrenzte Teilnahme ermöglichen. Rechtzeitiges Kommen sichert einen Platz! **

Broschüre „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo“ erscheint!

Wir haben in den letzten Monaten an einer Broschüre zum geplanten Abschiebegefängnis in Glückstadt (SH) gearbeitet. Nun ist sie fertig!

Die online-Version könnt ihr hier runterladen, die Print-Version die Print Version ist auf Anfrage erhältlich.
Kontakt
Mit dieser Broschüre wollen wir aufzeigen, was wir gemeinsam tun können, um Menschen in Abschiebehaft zu unterstützen. Die Kampagne „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo“ wird getragen von einem Bündnis aus flüchtingssolidarischen und antirassistischen Gruppen sowie Initiativen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Wir lehnen Abschiebungen und Abschiebehaft von geflüchteten Menschen grundlegend ab!

Die Broschüre beginnt mit der Historie der Abschiebehaft in Deutschland, die eng mit dem Antisemitismus verbunden ist. Zwei Interviews geben euch einen direkten Einblick, was es als politischer Aktivist bedeutet, in Abschiebehaft zu sitzen, und wie eine regelmäßige Unterstützungsarbeit für Menschen in Haft aussehen kann.  Außerdem schildern die Schleswig-Holsteinischen und Hamburger Kampagnengruppen den (bisherigen) Umgang mit Abschiebehaft in den jeweiligen Bundesländern.

Natürlich findet ihr auch einen aktuellen Stand zum geplanten Abschiebegefängnis in Glückstadt, das von Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam genutzt werden soll. Das Gefängnis wird voraussichtlich Anfang 2021 eröffnet. Es ist geplant die Broschüre dann nochmal aktuell aufzulegen.

Bei Fragen oder Feedback, nehmt gern Kontakt mit uns auf!

Wir danken den Rosa Luxemburg Stiftungen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie der Roten Hilfe Ortsgruppe Kiel für die Unterstützung!

Fahrrademo gegen Abschiebeknast – Bericht vom 11. Mai

Am 11. Mai radelten zwischen Itzehoe und Elmshorn etwa 50 Menschen aus drei Bundesländern unter dem Motto „Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo!“. Nach einer Kundgebung vor der in Bau befindlichen Einrichtung zogen sie durch die Glückstädter Innenstadt. Mit Redebeiträgen während der Umrundung des Marktplatze und am Hafen informierten sie Passant*innen.

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